Schwimmprojekt in Kooperation zwischen DOG Bezirksgruppe und dem Institut für Sportwissenschaften

Sportstudierende der Universität Göttingen geben Schwimmkurse für  Kinder der Grundschule Grone – ein gemeinsames Projekt des Institutes für Sportwissenschaften und der DOG-Bezirksgruppe Göttingen/Südniedersachsen

Die Universität Göttingen hat ein weiteres „Service-Learning“-Projekt auf den Weg gebracht. Im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Sportwissenschaften der Universität und der „Deutschen Olympischen Gesellschaft“ (DOG), Bezirksgruppe Göttingen/Südniedersachsen bringen Studierende der Sportwissenschaften Schülerinnen und Schülern der Astrid-Lindgren-Schule im Göttinger Stadtteil Grone Schwimmen bei. Seit dem Wintersemester 2015/2016 wird einmal pro Woche ein Schwimmkurs im Universitäts-Sportzentrum am Sprangerweg angeboten.

Initiiert wurde die Zusammenarbeit dem Mitglied im Vorstand der DOG und  ehemaligen Lehrerin Elke Balleer. „Einerseits hat die Schule die Möglichkeit, angesichts knapper Schwimmzeiten einen Schwimmkurs anzubieten“, so Elke Balleer. „Andererseits haben die Schülerinnen und Schüler durch eine 1:1-Betreuung eine konkrete Bezugsperson im Unterricht und können unter optimalen Bedingungen Schwimmen lernen.“ Die Lehrkräfte der Astrid-Lindgren-Schule können bereits jetzt ein erfolgreiches Zwischenfazit ziehen. „Wir haben eine deutliche Verbesserung der Schwimmstile festgestellt und Kinder, die bereits Schwimmen konnten, hatten die Möglichkeit, ihr Bewegungsrepertoire zu erweitern“, sagt Sportlehrer Christoph Nordhausen. „Der Schwimmkurs und die persönliche Betreuung haben den Kindern sehr viel Freude bereitet.“

Gleichzeitig können die Sportstudierenden die theoretisch gelernten Inhalte unmittelbar praktisch umsetzen und geraten so früh in eine eigene Lehrsituation. „Diese Unterrichtsform ist kurzweilig, abwechslungsreich und steigert die Motivation“, erklärt Dr. Daniel Großarth, Dozent am Institut für Sportwissenschaften für das Fach Schwimmen. Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Sportinstitut ist ein Beispiel für das von der Universität initiierte Lehr- und Lernkonzept „Service Learning“. Der Begriff „Service“ steht dafür, dass universitäre Lehrveranstaltungen mit einem gesellschaftlichen Engagement verbunden werden. Das „Service Learning“-Projekt soll im Sommersemester 2016 fortgeführt werden, ein weiterer konstruktiver Schritt auch zur Beseitigung der großen Defizite im Bereich des Erwerbs der Schwimmfähigkeit.