Gründung und organisatorischer Aufbau 1987

so fing alles an ...

Um nachvollziehen zu können, wie alles anfing, sind dIe einzelnen Schritte der Gründung und die Anfangsphase der Bezirksgruppe unter dem Vorsitz von Horst Vogel näher zu betrachten.

Die Informationsveranstaltung am 16.03.1987 im Institut für Sportwissenschaften der Universität Göttingen brachte die Aktion ins Rollen. Mit der wichtigen Unterstützung durch den damaligen Leiter des kommunalen Göttinger Sportamtes Hans-Joachim Perk, einem Zehnkämpfer und Olympiateilnehmer von 1972, wurden die organisatorischen Voraussetzungen für die offizielle Gründung der Bezirksgruppe getroffen:

Zunächst wurden Kontakte mit der Bundesgeschäftsstelle der DOG in Frankfurt aufgenommen und der damalige Hauptgeschäftsführer Hubertus Kuntze und sein langjähriger Vorgänger und jetziger Hauptschriftleiter des „Olympischen Feuers“, Hilmar Dressler über die Göttinger Initiative informiert und deren Unterstützung eingeholt.

Dann wurden die weiteren Arbeiten zur Vorbereitung der Gründung aufgenommen. Es wurde Werbung für die Sache gemacht, Kandidaten für einen zukünftigen Vorstand gewonnen und dem Göttinger Juristen Dr. Willi Eichberg die Aufgabe eines Entwurfes für eine Organisationsstruktur übertragen.

Am 29.09.1987 konstituierten dann 31 Gründungsmitglieder im „Gebhards Hotel" in Göttingen die Bezirksgruppe Göttingen/Südniedersachsen der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG).

Aus der Anwesenheitsliste der Gründungsversammlung konnten noch folgende Personen identifiziert werden: Rainer Thumann, Dr.Gerhard Gizler, Bernd Schirwitz, Hans-Joachim Perk, Dr. Klaus-Peter Lütcke, Ralf  Weitbrecht, Axel Endlein, Dr. Wolfgang Buss, Holger Vorrath, Klaus Brandt, Rolf Parr, Manfred Reiter, Horst Vogel, Dr. Willi Eichberg, Detlef Johannsen, Prof. Dr. Gerhard Schwarz,  Frank Balogh, Joachim Pförtner, Wolfgang Thielbörger, Peter Matzger, Heinrich Wegener, Werner Pankin und Wilfried Halm.

Schon wenige Wochen nach der Gründungsversammlung wurde am 16.10.1987 in der ersten öffentlichen Veranstaltung der neuen Göttinger DOG Zweigstelle wiederum im „Gebharts Hotel“ ein erster Vorstand gewählt.

Eine besondere Wertschätzung erfuhr diese Veranstaltung durch den ‚Paten‘ dieser Versammlung. Extra hierzu war aus München der damalige Präsident der Deutschen Olympischen Gesellschaft Willi Daume angereist, der gleichzeitig als Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) einer der Spitzenfunktionäre des Weltsports war.

Holger Vorrath, der damalige Sportchef des „Göttinger Tageblatts“, formulierte in seinem Bericht für das Olympische Feuer dieses besondere Ereignis etwas salopp mit „Willi war da!“ und bezeichnete Daume als die „Inkarnation eines bundesdeutschen Sportführers“, der dann auch vom Oberbürgermeister zum Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Göttingen im ‚alten Rathaus‘ empfangen wurde. Darüberhin nutzte Holger Vorrath die Möglichkeit, um ein ausführliches Interview mit Willi Daume zu führen.

Die Vorstandswahlen ergab folgendes Ergebnis: Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Göttingen, Bankdirektor Horst Vogel, ehemaliger Leistungsruderer und Deutscher Meister 1952 im Vierer ohne, übernahm den Vorsitz.

Ihm zur Seite standen führende Persönlichkeiten der Region aus Politik, Verwaltung, Universität, Presse und dem Sport: Klaus Brandt (Ratsherr Göttingen) Axel Endlein (Landrat von Northeim), Rolf Parr (Dezernent Landkreis Göttingen), Dr. Klaus-Peter Lütcke (Stadtdirektor Han.-Münden), Dr.Gerhard Gizler (Universität Göttingen), Prof. Dr. Gerhard Schwarz (Sportmedizin Universität Göttingen), Holger Vorrath (Göttingen Tageblatt), Rainer Thumann (Sportstudent Göttingen( Schatzmeister) und Ralf Weitbrecht (Sportstudent Göttingen / Geschäfts- und Schriftführer).

Daneben wurden qua Amt die Vorsitzenden der Kreissportbünde Südniedersachsens sowie die Sportamtsleiter der Stadt und des Landkreises Göttingen in den Vorstand der DOG Göttingen/Südniedersachesen berufen: Dr. Wolfgang Buss (KSB Göttingen-Land), Joachim Pförtner (SSB Göttingen-Stadt), Heinrich Wegener (KSB Northeim) und Ulrich Laubner (KSB Osterode) sowie Hans-Joachim Perk (Sportamt Stadt Göttingen) und Manfred Reiter (Sport- und Kulturamt Landkreis Göttingen).

Später wurden folgende Personen –  vorübergehend, z.T. aber auch für lange Jahre – zusätzlich Mitglieder im Vorstand und Beirat der DOG Südniedersachsen:

Heinz Arend (RA und Sozialwart des SSB Göttingen), Dieter Biermann (Vorsitzender des SSB Göttingen), Willi Döring (Landrat Kreis Göttingen), Simone Gebler (Sportstudentin Göttingen, Sprecherin der Gruppe der ‚Jungen Erwachsenen’ (JE) in der DOG), Ina Hunger (Sportstudentin Göttingen und Präsidiumsmitglied für JE in der DOG), Otto Kalkbrenner (Vorsitzender TV ‚Jahn' Duderstadt), Franz Ruis (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hann-Münden), Hermann Schierwater (Oberstadtdirektor Göttingen), Bernd Schirwitz (Sportwissenschaftler und Mitarbeiter des Sportamtes der Stadt Göttingen), Prof. Dr. Jürgen Schröder (Vorsitzender des SSB Göttingen), Heinz Ulmer (Vorsitzender Segelverein Northeim), Dr. Peter Wilhelm (DOG-Fahrtleiter Griechenland, Universität Göttingen).


In dieser personalen Konstellation spiegelte sich von Anfang an die Grundstruktur unserer regionalen Organisation wieder. Wir wollten nicht nur eine Zweigstelle für das Oberzentrum Göttingen werden, sondern als Bezirksgruppe den geschlossenen südniedersächsischen Raum, d.h. auch die benachbarten Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode am Harz, mit einbeziehen.

Die mit der Gründung sogleich verabschiedete Struktur legte als Organe der DOG Bezirksgruppe Göttingen/Südniedersachsen  einen Vorstand, einen Beirat sowie die Mitgliederversammlung fest. Später kam noch ein Ausschuss für 'Junge Erwachsene’ (JE) hinzu.

Die Geschäftsführung der Bezirksgruppe wurde bis zum Jahresende 1987 durch den Mitinitiator der Göttinger DOG, Ralf  Weitbrecht, wahrgenommen.

Nach dessen beruflichen Wechsel nach Frankfurt war von 1988 bis Ende 1992 Bernd Schierwitz als Geschäftsführer der engste Vor- und Mitarbeiter des Vorsitzenden Horst Vogel. Als auch Bernd Schirwitz aus beruflichen Gründen Göttingen verlies und dann an führender Stelle in der DOG-Zweigstelle Münster mitwirkte, übernahm zunächst Dr. Peter Wilhelm die Geschäftsführung.

Aber auch inhaltlich startete die Bezirksgruppe sogleich mit zahlreichen Aktivitäten, die zum Teil bis heute das Erscheinungsbild der DOG im Göttinger Raum prägen. Dabei bilden Foren zu zentralen Themen des Sports im Alltag der Vereine und Verbände ein zentrales Element.

In den Anfangsjahren standen die Themen „Fair Play“, „Sport und Gesundheit“, „Schulsport“, „Mitarbeitergewinnung“, „Natur und Sport“ sowie die „Jugendarbeit im Sport“ auf der Agenda. Diese Foren, die sowohl in Göttingen, aber auch in Hann.-Münden, Northeim und Duderstadt durchgeführt wurden, waren als Diskussionsveranstaltungen immer öffentlich und sollten vor allem die Praxis der Vereinsarbeit befördern. Hierzu wurden prominente Fachexperten aus der ganzen Bundesrepublik eingeladen und in Kontakt mit den Verantwortlich aus dem Sport der Region gebracht.

Aber auch für die Kommunikation unter der Mitgliederschaft wurde von Anfang an etwas getan, die Winterfahrten zu attraktiven Zielen des Sports wurden installiert. Nach der politischen ‚Wende‘ und Wiedervereinigung in Deutschland waren eine Fahrt zum Brocken im Harz und dann ins Wintersportzentrum Oberhof im Thüringer Wald die ersten Ziele. Dabei konnten auch stets neue Mitglieder gewonnen werden, so dass die Bezirksgruppe kontinuierlich an Bedeutung im Sportgeschehen des südniedersächsischen Raums gewann.

1993 ging dann Horst Vogel in den beruflichen Ruhestand in seiner Heimatstadt Kassel und legte nach verdienstvoller sechsjähriger Aufbauarbeit auch sein Amt als 1.Vorsitzender der DOG Bezirksgruppe Göttingen/Südniedersachsen nieder. Für seine großen Verdienste wurde er zum Ehrenmitglied der DOG Bezirksgruppe Göttingen/Südniedersachsen ernannt.