Mitglieder & Ehrenmitglieder

Mitglieder

Als Förderverein setzt sich die Deutsche Olympische Gesellschaft für die Verbreitung des Olympischen Gedankens in Sport und Gesellschaft ein und ist zugleich die einzige Mitgliedsorganisation für die Olympische Idee.

Werden auch Sie ein Teil der Olympischen Familie, unterstützen Sie Projekte wie "Kinder bewegen" und „Leistung macht Spaß“, in dem talentierte Nachwuchssportlerinnen und –sportler im Schüler und Jugendlichenalter über ein Patenschaftsmodell individuell gefördert werden, oder beteiligen Sie sich an den verschiedenartigen Aktivitäten der DOG Göttingen/Südniedersachsen. Verbreiten Sie mit uns die „Faszination Olympia“.

So geht's: Einfach Mitgliedsantrag online auf den Seiten der DOG ausfüllen und Mitglied der Bezirksgruppe Göttingen werden. Hier geht es zum Formular:

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Ehrenmitglieder

Auf der Mitgliederversammlung 1993 wurden zwei erfolgreiche Teilnehmer an den Olympischen Spielen bzw. den Paralympics 1992 zu Ehrenmitgliedern der DOG Bezirksgruppe Göttingen/Südniedersachsen ernannt:

Ehrenmitglied der Bezirksgruppe Ludger Beerbaum

der aus Adelebsen stammenden Olympiasieger im Springreiten

Ludger Beerbaum

Ehrenmitglied Martina Tschötschel

aus Göttingen die Behindertensportlerin und Silberrnedaillengewinnerin

Martina Tschötschel

Später wurde diese Ehre auch weiteren herausragenden Pesönlichkeiten zu teil:

Ehrenmitglied Horst Vogel

dem langjährigen Vorsitzenden der DOG Göttingen/Südniedersachsen

Horst Vogel

Ehrenmitglied Gerhard Schwarz

dem besonders im Bereich der Sportjugend und der Sportmedizin engagierten Mitglied

Prof. Dr. Gerhard Schwarz

der 2014 auch zum Ehrenmitglied der Bundes-DOG ernannt wurde

Ehrenmitglied Franzi Gude

der Göttingerin und Olympiasiegerin 2004 im Damenhockey

Franziska „Franzi” Gude, verheiratete Löwe

Ludger Beerbaum

Ehrenmitglied der Bezirksgruppe Ludger Beerbaum

Ludger Beerbaum wurde am 26.08.1963 als eines von vier Kindern von Horst und Mathilde Beerbaum geboren und wuchs in Adelebsen im Kreis Göttingen auf, dort wo sein Vater auf dem Gut des Grafen Wolff Metternich Verwalter war. Nach dem Grundschulbesuch in Adelebsen besuchte Ludger Beerbaum das Felix-Klein-Gymnasium in Göttingen, wo er 1983 das Abitur machte. Nach zunächst einem Studienbeginn in Betriebswirtschaftslehre wandte er sich dann dem professionellen Springsport zu.

Ab 1985 war Beerbaum als Bereiter am Stall Paul Schockemöhle tätig, der ihn in den folgenden Jahren förderte. In dieser Zeit feierte er seine ersten größeren Erfolge, vor allem mit dem Mannschafts-Olympiasieg bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul. 1989 folgte der Wechsel in den Stall des Unternehmers Alexander Moksel in Buchloe. In dieser Zeit häuften sich die Erfolge, deren größter der Gewinn die olympischen Goldmedaille im Einzelspringen bei den Olympischen Spielen in Barcelona 1992 war. Dazu kamen eine Silber- und eine Goldmedaille mit der Mannschaft bei den Weltreiterspielen 1990 in Stockholm und 1994 in Den Haag sowie die Gewinne der Deutschen Meisterschaften 1992 und 1993 sowie der erste Weltcup-Sieg eines Deutschen 1993.

Von jetzt ab gehörte er zur absoluten Spitze im Weltreitsport und errang weitere große Erfolge, u. a. die Mannschafts-Olympiasiege 1996 in Atlanta und 2000 in Sydney, eine weitere Mannschafts-Weltmeisterschaft 1998, mehrere Mannschafts- und Einzelmedaillen bei Europameisterschaften, fünf weitere Deutsche Meisterschaften sowie drei Siege in der Riders Tour.

Bei den Weltreiterspielen in Aachen im August und September 2006 errang er mit dem der Mannschaft die Bronzemedaille und verpasste in der Einzelwertung nur knapp den Einzug ins Finale. Im Juli 2007 belegte er nach langer Zeit wieder den ersten Platz in der Weltrangliste und hatte im August desselben Jahres wesentlichen Anteil am Gewinn der Mannschaftssilbermedaille bei der Europameisterschaft in Mannheim. Auch in der Einzelkonkurrenz konnte er sich dort behaupten und gewann hinter seiner Schwägerin Meredith Michaels-Beerbaum und dem aktuellen Weltmeister Jos Lansink die Bronzemedaille. Seine große internationale Erfolgsbilanz setze er im September 2011 mit dem Teamgold bei den Europameisterschaften in Madrid fort.

Ludger Beerbaum ist der erfolgreichste deutsche Springreiter auf der nationalen und internationalen Ebene und gleichzusetzen mit den deutschen Springlegenden der Nachkriegszeit Hans-Günther Winkler und Fritz Thiedemann.

Im Jahre 1993 verlieh die Bezirksgruppe Göttingen/Südniedersachsen der Deutschen Olympischen Gesellschaft dem in und um Göttingen herum aufgewachsenen Ludger Beerbaum die Ehrenmitgliedschaft.

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Martina Tschötschel

Ehrenmitglied Martina Tschötschel

Mit Martina Tschötschel, Geburtsjahrgang 1956, ist eine überaus erfolgreiche Sportlerin aus dem Behindertensport unser Ehrenmitglied, eine der besten Rollstuhlbasketballerin über viele Jahre hinweg in der Bundesrepublik.

Sie stammt aus Bensheim, wo sie 1960 an Poliomyelitis (Kinderlähmung) erkrankte, und danach auf einen Rollstuhl angewiesen war. Als Jugendliche lebte Martina Tschötschel in einem Internat für Kinder mit Behinderungen im nordhessischen Hessisch-Lichtenau, nahe Kassel, und besuchte eine öffentliche Schule.

Durch die Angebote im Schulsport lernte sie Rollstuhlbasketball kennen, zunächst auf der Ebene des Breiten- und Schulsports, dann auch leistungsorientiert auf der Bundesebene. Martina Tschötschel war bereits Spielerin in der ersten Damen-Rollstuhlbasketballmannschaft, die 1972 bei den Paralympics in Heidelberg startete.

Schon mit 16 Jahren wurde Martina Tschötschel 1972 Mitglied der Damen-Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft und blieb dies bis 1988. In dieser Zeit bestand sie auch ihr Abitur in Hann-Münden und ging von dort zum Studium von Biologie und Politikwissenschaft für das Höhere Lehramt an die Universität Göttingen, das sie mit dem Staatsexamen erfolgreich abschloss. Aufgrund des Anfang der 1980er Jahre in fast allen Bundesländern herrschenden Einstellungsstopps für Gymnasiallehrer blieb Martina zunächst noch für einige Jahre in Göttingen, wo sie bei der Stadt Göttingen arbeitete und als Übungsleiterin beim ASC Göttingen tätig. Darüber hinaus gründete MartinaTschötschel eine Breitensportgruppe für Kinder und Jugendliche.

Mit der Nationalmannschaft war sie in ihrer Zeit der langjährigen Zugehörigkeit zum ‚Team Deutschland‘ überaus erfolgreich.

Der Leistungssport der Behinderten entwickelte sich erst langsam. Einen wesentlichen Beitrag auf die positive Entwicklung hatten die jährlichen Spiele in Stoke Mandeville, einem Rehazentrum in England, das von von Sir Ludwig Guttman gegründet wurde.Sir Guttman schrieb dem Sport eine wesentliche Funktion bei der Rehablitation junger Menschen mit Behinderungen zu.

Es war ein langsamer Prozess, indem sich das Bild vom heutigen Spitzensportler mit einer Behinderung vom Patienten zum leistungsorientierten Sportler wandelte. In diesem Zusammenhang glichen sich die Paralympischen Spiele (kurz: Paralympics) immer mehr dem Niveau der Olympischen Spiele an. Äußerlich lässt sich das u.a. daran erkennen, dass die Paralympics jetzt immer nach den Olympischen Spielen am gleichen Ort stattfinden. Auch das Interesse und die Aufmerksamkeit der Medien für die Paralympics haben deutlich zugenommen.

In der Zeit von Martina Tschötschels Zugehörigkeit zur Nationalmannschaft war der deutsche Rollstuhlbasketball mit seiner Damen-Nationalmannschaft überaus erfolgreich. Abseits von den Paralympics, war der Organisationsgrad des nationalen Rollstuhlbasketballs in den ersten Jahren sehr bescheiden. Es ist das Verdienst von sehr engagierten Menschen vor Ort sowie in den nationalen und internationalen Verbänden, dass der Rollstuhlbasketball in seiner Organisation auf allen Ebenen ein hohes Niveau erreicht hat.

Bei den Paralympics in Toronto (1976), in Arnheim (1980), in Stoke Mandeville (1984) und Seoul (1988) konnte die deutsche Damen-Rollstuhlbasketballmannschaft zweimal die Gold- und zweimal die Silbermedaille gewinnen. Darüber hinaus war dieses Frauenteam bei den ersten Europameisterschaften 1987 in Charleville/Frankreich erfolgreich. Zusammen mit ihren Teamkameradinnen war Martina aber auch bei zahlreichen Turnieren im In- und Ausland dabei, z.B. auch bei Turnieren in den USA u.a. in Los Angeles an der dortigen „State University“.

1988 beendete sie ihre Nationalmannschaftskarriere und 1992 verzog sie von Göttingen aus nach Köln, wo sie in einem Projekt für Rollstuhlsport mit Senioren an der dortigen Universität arbeitete. Aus privaten Gründen wechselte sie später in eine berufliche Tätigkeit in Düsseldorf. Heute lebt sie – schon als Rentnerin – in Lüdinghausen in Westfalen, ist weiterhin am Sport interessiert, aber inzwischen auch weit weg vom Spitzensport.

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Horst Vogel

Laudatio zum 80sten Geburtstag von Horst Vogel (Text und Gratulant am 29.03.2011 in Kassel: Wolfgang Buss)  

Ehrenmitglied Horst Vogel

Laudatio zum 80sten Geburtstag von Horst Vogel
Die Bezirksgruppe „Südniedersachsen“ der Deutschen Olympischen Gesellschaft gratuliert herzlich ihrem Gründungsvorsitzenden Horst Vogel zu seinem 80sten Geburtstag und wünscht ihm und seiner Familie weiterhin die bestmögliche Gesundheit und Wohlergehen.
Horst Vogel war von 1987 bis 1994 der 1. Vorsitzender der Bezirksgruppe mit Sitz in Göttingen und hat aus dieser Position heraus den Aufbau unserer regionalen olympischen Organisation entscheidend mitgetragen und beeinflusst. Dabei kam ihm zugute, dass er nicht nur als ehemaliger Hochleistungssportler (Deutscher Meister im Rudersport – Vierer ohne Steuermann 1952) den olympischen Sport in all seinen Facetten aus eigener Praxis heraus kannte, sondern aus seiner beruflichen Stellung heraus als Banker (Vorstandsvorsitzender der Volksbank Göttingen) auch die hierfür notwendigen Fähigkeiten zur Motivation und Führung von zielorientierten Menschen bei der Neupositionierung eines sportlichen Interessenverbandes einbrachte. Er hatte nicht zuletzt im Ruderboot gelernt, im Gleichklang eines Teams zum Erfolg zu kommen, und diese Erfahrung brachte er in die Aufbauarbeit der südniedersächsischen DOG ein. In einem sehr kommunikativen Stil formte er aus einer größeren Gruppe von Gründungsmitgliedern mit vielerlei, zum Teil auch sehr unterschiedlichen Vorerfahrungen und Interessenlagen eine Vorstandsmannschaft, die sehr schnell der Arbeit der Bezirksgruppe eine klare Struktur gab und mit gezielten Aktivitäten zu Themen des olympischen Hochleistungssports, aber auch des Sports auf der Alltagsebene der Vereine und Verbände vor Ort der DOG zu öffentlicher Aufmerksamkeit und Anerkennung sowohl in der Region als auch auf der Bundesebene verhalf. Fair Play war für Horst Vogel nicht nur ein Motto der DOG, ein idealistischer Leitspruch, sondern auch eine Handlungsmaxime, die seine eigene Arbeit im Beruf und Sport – insbesondere in unserer Bezirksgruppe – prägte. Dabei stellte er den Erfolg in der Sache stets über seine Person und war als Vorsitzender bei den Mitgliedern und Vorstandskollegen durchgängig in seiner Amtszeit  beliebt und anerkannt. Er war ein Glücksfall für das Gründungsunternehmen „DOG Bezirksgruppe Südniedersachsen“ – stets nicht nur theoretischer Forderer, sondern zugleich auch praktischer Förderer sowohl seiner Mitmenschen im Sport, als vor allem auch der Sache des Sports.
Horst Vogel hat sich um den stets so schwierigen Neuaufbau einer Organisation  - hier unserer DOG-Bezirksgruppe – sehr verdient gemacht und wir haben ihm viel zu verdanken. Er war der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
So wie er so manche unserer gemeinsamen Aktivitäten bei Sommertreffen und Winterfahrten mit seinem Akkordeon begleitet und uns viel Freude bereitet hat, so wünschen wir ihm auch jetzt zu seinem Jubelfest sehr schöne und angenehme Stunden und hoffen auf noch viele Begegnungen mit ihm Kreis der Mitglieder ‚seiner’ Deutschen Olympischen Gesellschaft, Bezirksgruppe „Südniedersachsen“.
Göttingen, den 29. März 2011

Die Bezirksgruppe Südniedersachsen der Deutschen Olympischen Gesellschaft gratuliert herzlich ihrem Gründungsvorsitzenden Horst Vogel zu seinem 80sten Geburtstag und wünscht ihm und seiner Familie weiterhin die bestmögliche Gesundheit und Wohlergehen. Horst Vogel war von 1987 bis 1994 der 1. Vorsitzender der Bezirksgruppe mit Sitz in Göttingen und hat aus dieser Position heraus den Aufbau unserer regionalen olympischen Organisation entscheidend mitgetragen und beeinflusst.

 

Dabei kam ihm zugute, dass er nicht nur als ehemaliger Hochleistungssportler (Deutscher Meister im Rudersport – Vierer ohne Steuermann 1952) den olympischen Sport in all seinen Facetten aus eigener Praxis heraus kannte, sondern aus seiner beruflichen Stellung heraus als Banker (Vorstandsvorsitzender der Volksbank Göttingen) auch die hierfür notwendigen Fähigkeiten zur Motivation und Führung von zielorientierten Menschen bei der Neupositionierung eines sportlichen Interessenverbandes einbrachte. Er hatte nicht zuletzt im Ruderboot gelernt, im Gleichklang eines Teams zum Erfolg zu kommen, und diese Erfahrung brachte er in die Aufbauarbeit der südniedersächsischen DOG ein.

In einem sehr kommunikativen Stil formte er aus einer größeren Gruppe von Gründungsmitgliedern mit vielerlei, zum Teil auch sehr unterschiedlichen Vorerfahrungen und Interessenlagen eine Vorstandsmannschaft, die sehr schnell der Arbeit der Bezirksgruppe eine klare Struktur gab und mit gezielten Aktivitäten zu Themen des olympischen Hochleistungssports, aber auch des Sports auf der Alltagsebene der Vereine und Verbände vor Ort der DOG zu öffentlicher Aufmerksamkeit und Anerkennung sowohl in der Region als auch auf der Bundesebene verhalf. Fair Play war für Horst Vogel nicht nur ein Motto der DOG, ein idealistischer Leitspruch, sondern auch eine Handlungsmaxime, die seine eigene Arbeit im Beruf und Sport – insbesondere in unserer Bezirksgruppe – prägte. Dabei stellte er den Erfolg in der Sache stets über seine Person und war als Vorsitzender bei den Mitgliedern und Vorstandskollegen durchgängig in seiner Amtszeit  beliebt und anerkannt. Er war ein Glücksfall für das Gründungsunternehmen „DOG Bezirksgruppe Südniedersachsen“ – stets nicht nur theoretischer Forderer, sondern zugleich auch praktischer Förderer sowohl seiner Mitmenschen im Sport, als vor allem auch der Sache des Sports.

Horst Vogel hat sich um den stets so schwierigen Neuaufbau einer Organisation  - hier unserer DOG-Bezirksgruppe – sehr verdient gemacht und wir haben ihm viel zu verdanken. Er war der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort. So wie er so manche unserer gemeinsamen Aktivitäten bei Sommertreffen und Winterfahrten mit seinem Akkordeon begleitet und uns viel Freude bereitet hat, so wünschen wir ihm auch jetzt zu seinem Jubelfest sehr schöne und angenehme Stunden und hoffen auf noch viele Begegnungen mit ihm im Kreis der Mitglieder ‚seiner’ Deutschen Olympischen Gesellschaft, Bezirksgruppe Göttingen/Südniedersachsen.

Unser Ehrenmitglied Horst Vogel ist am 24.02.2012 unerwartet im Alter von 80 Jahren verstorben. Wir behalten unseren Gründungsvorsitzenden in dankbarer und ehrenvoller Erinnerung.

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Prof. Dr. med. Gerhard Schwarz

Ehrenmitglied Gerhard Schwarz

Prof. Dr. Gerhard Schwarz ist nicht nur unser ältestes Ehrenmitglied, er ist mit seiner Mitgliedschaft seit dem 18. August 1951, dem Gründungsjahr der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG), auch eines der ältesten und treuesten Mitglieder in der DOG insgesamt.

Gerhard Schwarz wurde am 28. September 1917 in Königsberg/Ostpreußen als Sohn eines Mediziners geboren und wählte dann die gleiche Profession wie sein Vater, sowie übrigens auch sein Zwillingsbruder. 1943 legte Gerhard Schwarz sein medizinisches Staatsexamen ab und promovierte 1944. Nach dem Krieg eröffnete er zunächst eine Landarztpraxis im niedersächsischen Uslar/Solling, kam aber schon 1951 über eine erste Lehrtätigkeit am damaligen Institut für Leibesübungen (IfL) der Universität Göttingen mit der Sportmedizin in Berührung. 1952 war er dann Gründungs- und Vorstandsmitglied des Sportärztebundes Niedersachsen (säbn)(lange Zeit war er auch dessen 1. Vorsitzender) und von nun ab auch regelmäßig, zunächst ehrenamtlich, dann nebenberuflich am IfL in Göttingen als Sportmediziner tätig. 1969 wurde dort zum Akademischen Direktor ernannt und erhielt nachfolgend eine Berufung auf die Professur für Sportmedizin an der MHH in Hannover und am der Universität in Göttingen. In seiner Tätigkeit für den „säbn“ fallen auch die ersten sportärztlichen Fortbildungskurse für Mediziner (Theorie- und Praxiskurse), die bis heute regelmäßig auf Langeoog  durchgeführt werden. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben und dem Vorstand des säbn wurde er von Bundesärztekammer mit der „Ernst von Bergmann-Plakette“ für seine Verdienste um ärztliche Fortbildungen ausgezeichnet.

Seine Begeisterung und Verbundenheit für und mit dem Sport seit seiner Jugend führte ihn dann auch schon früh in der Nachkriegszeit zur Niedersächsischen Sportjugend (NSJ), in der er über viele Jahre Vorstandsmitglied war. Über dieses Ehrenamt sowie seine Tätigkeit im Niedersächsischen Sportärztebund engagierte er sich vor allem für eine sportärztliche Pflichtuntersuchung aller 14-17Jährigen in Niedersachsen, die dann auch realisiert wurde. Mit seiner Tätigkeit im Vorstand der NSJ war auch sein Bemühen um den deutsch-japanischen Sportjugendaustausch verbunden und führte ihn als Delegationsmitglied der deutschen Austauschgruppe Anfang der 1970er Jahre auch nach Japan. Nach vielen Jahren seiner Vorstandstätigkeit in der NSJ wurde er dort zum Ehrenmitglied ernannt.

Gerhard Schwarz gehörte dann auch zu den Gründungsmitgliedern der Zweigstelle „Südniedersachsen“ der DOG im Jahre 1987. In den arbeitsreichen Anfangsjahren gehörte er auch zum Vorstand unter dem 1. Vorsitzenden Horst Vogel sowie dann zum Beirat der DOG. Er hat die Vorstandsarbeit und die Arbeit der DOG insgesamt immer mit Tatkraft und Erfahrung sowohl ideell als auch finanziell unterstützt. Mit seinem Ausscheiden aus dem Vorstand der Zweigstelle im Jahre 1993 wurde Prof. Dr.Gerhard Schwarz zum Ehrenmitglied der Zweigstelle Göttingen/Südniedersachsen der DOG ernannt.

2014 hat die Bundesversammlung der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG) Gerhard Schwarz zum Ehrenmitglied ernannt. Damit ist er das älteste Ehrenmitglied auf Bundesebene und durch seine DOG-Mitgliedschaft seit August 1951, dem Gründungsjahr der DOG, auch eines der ältesten und treuesten Mitglieder insgesamt.

Pressetext zur Ernennung von Gerhard Schwarz zum Ehrenmitglied der Bundes-DOG

Unser Ehrenmitglied Gerhard Schwarz ist am 07.09.2017 kurz vor seinem 100sten Geburtstag verstorben (›› Nachruf).

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Franziska „Franzi“ Gude, verheiratete Löwe

wurde am 19.März 1976 in Göttingen geboren und verbrachte dort auch ihre Kindheit und Schulzeit. Nach dem Abitur auf dem Göttinger Felix-Klein-Gymnasium studierte sie in Köln Englisch, Spanisch und Sportwissenschaft, u.a. an der Deutschen Sporthochschule in Köln mit dem Abschluss „Diplomsportlehrerin“. Heute ist sie als Studienrätin an einem Gymnasium tätig.

‚Franzi’ Gude begann mit dem Hockeysport beim HC Göttingen. 1995 wechselte dann zum DHC Hannover bzw. darauf folgend zum Club Rot-Weiß Köln.1998, 2003 und 2007 gewann sie mit den Kölnerinnen die Deutsche Meisterschaft, 1999 siegte sie mit der Vereinsmannschaft im Europapokal der Landesmeister, 2000 im Europapokal der Pokalsieger.

1998 wurde Franzi zum ersten Mal in die Deutsche Hockeynationalmannschaft berufen und gewann schon bei der Europameisterschaft 1999 ihre erste internationale Medaille, als die deutsche Mannschaft allerdings im Finale gegen den ‚Erzrivalen’ Niederlande verlor. Bei den Olympischen Spielen in Sydney/Australien im Jahre 2000 belegte sie mit der deutschen Mannschaft ‚nur’ den siebten Platz. 2002 siegte Franziska Gude dann jedoch mit der deutschen Mannschaft bei der Hallenhockey-Europameisterschaft. Der nächste Höhepunkt in der Karriere von Franzi Gude war die Erringung des Titels bei den ersten Weltmeisterschaften im Hallenhockey, die 2003 in Leipzig ausgetragen wurden. Dann folgte die Bronzemedaille mit der Mannschaft im Freien im selben Jahr bei der Europameisterschaft in Barcelona.

Bei den Olympischen Sommerspielen in Athen/Griechenland im Jahre 2004 erreichte Franzi den absoluten Höhepunkt ihrer so erfolgreichen Karriere als Hochleistungssportlerin. Im Finale, bei dem eine große Fangruppe der Bezirksgruppe „Südniedersachsen/Göttingen“ der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG)  live dabei war, siegten die deutschen Damen mit 2:1 über die Auswahl der Niederlande; Franziska Gude schoss dabei den zweiten Treffer der deutschen Mannschaft. Nach mehreren Jahren Länderspielpause kehrte Franziska Gude im Januar 2008 für die Hallenhockey-Europameisterschaft noch einmal ins Nationalteam zurück und gewann erneut den Titel. Insgesamt wirkte Franziska Gude in 168 Länderspielen mit, davon 21 Mal in der Halle.

 

Bericht zum Ehrenmitglied Franzi GudeFranzi Gude war nicht nur eine überragende Leistungssportlerin, sie gewann als Sportlerin und Persönlichkeit auch die besondere Anerkennung ihrer jeweiligen Mannschaftskameradinnen, die sie auch zu ihrem Mannschaftskapitän in der Hockeynationalmannschaft  wählten. In diesem Amt durfte sie bei den Spielen in Athen 2004 auch ihre Mannschaft anführen. Nicht nur in dieser Rolle vertrat stets die besonderen Werte des Sports wie Fair Play, Leistungsbereitschaft, Toleranz und internationale Freundschaft. Darüber hinaus war sie auch beruflich sehr erfolgreich und arbeitet heute als Pädagogin und gymnasiale Fachlehrerin in Köln, dort, wo sie auch mit ihrer Familie lebt. .

Franzi Gude wurde nach dem Athener Olympiasieg von der Bezirksgruppe Göttingen/Südniedersachsen für ihr vorbildliches Verhalten als Sportlerin und ihre herausragenden Leistungen im internationalen Leistungssport von der Bezirksgruppe der DOG im August 2014 zum Ehrenmitglied ernannt.

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